Wahrnehmung, Kreativität und Realität...Jeder Mensch ist sich der Tatsache bewusst, dass seine Wahrnehmung das eigene Denken und dieses wiederum die eigene Wahr-Nehmung beeinflusst. Doch lohnt es sich diesen Mechanismus etwas genauer zu betrachten, denn der Ursprung eines Gedanken muss nicht zwangsläufig immer eine passive, unwillkürliche Reaktion auf die durch die Sinne wahrgenommene Realität sein - als hätte der Mensch keinen freien Willen. Über die dynamische Kraft des eigenen Willens kann der Mensch bewusst eigens erschaffene Gedanken denken, und somit den Spieß umdrehen. Der Mensch ist nicht mehr Opfer seiner Empfindungen, die durch das bestimmt werden was er in Reaktion auf seine Wahrnehmung des Äußeren denkt, sondern bewusster Erschaffer des eigenen Denkens, was wiederum das Fühlen und die Wahrnehmung der eigenen Realität schöpferisch beeinflusst, und ihn somit in dem bestätigt was er sich bewusst oder unbewusst durch sein Denken und Fühlen selbst erschaffen hat.
Die aufrichtigsten und fortgeschrittensten Wissenschaftler dieser Welt beschäftigen sich heute vorrangig mit der Herausforderung, sich auf ihrem wissenschaftlichen Fachgebiet den hohen Erkenntnissen der Kollegen auf anderen Fachgebieten anzunähern. Nur diese - und keine andere - Entwicklung ist förderlich für das Ganze, denn letztendlich sollen sich doch alle wissenschaftlichen Zweige in einer ganzheitlichen Wissenschaft treffen und vereinen, sonst hätten sie ihr Ziel verfehlt. Sämtliche Naturwissenschaften sind mittlerweile (unter zu wenig Beachtung) zu der Erkenntnis gelangt, dass der Geist des Menschen und das im Leben verankerte Bewusstsein die bisher größte vorstellbare Rolle spielen auf unserem Weg hin zu einem ganzheitlichen Verständnis der Realität, die wir uns tagtäglich selbst erschaffen. ...
In diesem Beitrag sind folgende Vorträge jeweils in voller Länge eingebettet:
- "Wie entsteht ein Gedanke? Zur Dynamik eines transpersonellen Modells der Psyche" - Prof. Dr. Jochen Hinz
- "Kreativität als fundamentaler Prozess" - Prof. Dr. Jochen Hinz
- "Wahrnehmung und Realität" - Dr. Jens-Uwe Böhrnsen
"Die Erkenntnisse der Quantenphysik erfordern eine Erweiterung der wissenschaftlichen Grundannahmen, insbesondere auch die der Psychologie, um spontanen Erlebensweisen, wie z.B. dem synchronistischen Ereignis oder dem kreativen Einfall einen wissenschaftlichen Rahmen zu ermöglichen. So kann das „Zukunftsfeld" als ein Feld der abstrakten Quanteninformation postuliert werden, durch das alle Individuen über eine Art „Überbewusstsein" verbunden sind. Durch Bedeutungszuweisung und --gestaltung von Information in diesem „Überbewusstsein" werden individuell wie kollektiv so zu bezeichnende „Prototypen" konstelliert, um durch „messende Auswahl" im kreativen Einfall ich-bewusste Gedanken, Ideen oder Fakten zu erzeugen. Die Gedanken und Ideen können dann über die Filter der individuellen Gedächtnisse zu „Komplexen" gerinnen und sich in dem „Vergangenheitsfeld" des „kollektiven Unbewussten" den „Archetypen" anschließen, während die Fakten in kreativer Ausgestaltung die so genannte Realität generieren. Diese nichtlinearen und verwickelten Prozesse lassen sich in einem transpersonalen psychischen Modell darstellen. ..." ("Wie entsteht ein Gedanke? Zur Dynamik eines transpersonellen Modells der Psyche")
"... Böhrnsen beklagt das Verharren in alten Dogmen, sowohl in der Lehre, wie auch in der wissenschaftlichen Praxis selbst. Ein Zustand, in dem sich nichts wirklich Neues, Innovatives mehr schaffen ließe. Hier fehle es an Kreativität, fundamental neue Ansätze zu denken, und auch am Mut, diese zu vertreten. ..." ("Wahrnehmung und Realität")
"Wie entsteht ein Gedanke? Zur Dynamik eines transpersonellen Modells der Psyche" - Ein Vortrag von Prof. Dr. Jochen Hinz:

































